Philosophische Wegstunde München
Philosophische Wegstunde München

"Am Weg" - Philosophisch- lyrische Gedanken

Im Folgenden eine kleine Auswahl meiner reflexiven Lyrik

(s. auch www.spiritletter.de) :

 

 

Ein Garten innen

 

„Das Reich Gottes ist inwendig in Euch“-

Sollen wir deshalb auf uns schauen?

Ja und Nein –

Ja, weil wir uns selbst gegenüber achtsam sein sollten.

Nein, wenn damit der Andere, das „Außen“ aus dem Blick gerät.

Das entstehende Reich im Innern

sollte auch ein Garten fürs Miteinander werden,

mit Früchten, die über den Nächsten hinaus

in den Himmel aller wachsen und weithin sichtbar werden.

So ernähren wir uns auf eine Weise,

die sich stets ihrer Herkunft aus dem „kleinen Himmel“

unseres Seelengrundes bewusst bleibt!

 

 

Silberfarbene Freundschaften von Träumern

Zu Rose Ausländers `Sprache‘

 

Ich folge Dir

bis in den Schlaf

buchstabiere Deine silberfarbenen Träume

 

So fühlt es sich doch manchmal an, wenn eine Freundschaft sich „aufs Wort“ versteht.

Freunde bringen sich dann gegenseitig weiter

durch ein Voraus-Leuchten auf den Weg

bis eines Tages

der Eine vielleicht gar im Anderen zu atmen scheint!

und deren gemeinsam schwingendes Wesen

dereinst voll erklingt in ihren Herzen

und in denen einer großen schweigenden Silber-Schar

Ihnen folgender Träumer!

 

 

 

Über die Güte

      (Zu Gedanken des altchinesischen Dichters Lau Dan)

 

Beim Denken zeigt sich die Güte in der Tiefe.

Besinnen wir uns heute darauf, (als Ergebnis hoffentlich erfolgten Nachdenkens)

hochtrabende, aber eben auch flache Denkergebnisse zu verfeinern.

Beim Reden und Schreiben zeigt sich die Güte in der Wahrheit.

Mag niemand ganz und immer ohne die „kleinen Flunkereien des Alltags“ auskommen:

Die Absicht zur Wahrhaftigkeit sollte stets unsere Grundstimmung sein.

Beim Wirken zeigt sich die Güte im Können.

Setzen wir uns also kraftvoll im beruflichen Alltag ein,

denn Leistung, „die stimmt“ …tut allen vielfach gut.

 

Einen Guten Tag, der Ihnen Stunde für Stunde gütig begegnen möge!

 

© Hellmut Bölling